Also in meiner Ausgabe steht zwar, daß er's während seiner Fahrt mit dem Dampfer nach Brasilien geschrieben hat, das wär' dann 1941, also ein Jahr vor seinem Freitod, gewesen... aber das ist ja wohl eh auch "Jacke wie Hose"....
"Verfechter der reinen Lehre"... hmmm... Du hast schon recht, ich werd' den Teufel tun und die Schachnovelle ins 3. Millenium "transportieren" nur damit selbst die dümmsten unter den Zuschauern kapieren, daß sich im Grunde nix geändert hat.
ich bin da eher der meinung, daß man - um das publikum zu gewinnen - den lowest common level suchen muss. außerdem hat ein jüngeres publikum zu dieser zeit wenig bezug - zu den geschehnissen der jetztzeit aber schon.... (vergiß nicht: du und ich stamen aus einer generation, die sich das quasi noch selber erarbeiten mussten... leute wie mein sohn, oder leut bis um die 20-22 herum sagen bestenfalls "nicht schon wieder!")
Aber:
Deine Idee hat schon was, hmmm... interessant,.... man muß es ja nicht "Schachnovelle" nennen... und muß es nicht unbedingt fürs Theater aufbereiten, da fällt mir eher "Film" ein und die Möglichkeiten die sich dort durch u.a. Schnitt und dem Zuschauer "aufgezwungenen" Betrachtungswinkel ergeben.
Ja, doch, das könnte was haben......
Theater ist für so ein Projekt zu essentiell, zu sehr "basic" und genau daran scheitern die ganzen Kloaken-Regisseure ja auch, daß sie mit kühnen Ideen die sicher für den Film gar nicht einmal so schlecht wären, in ein Haus und "Medium", wo sich das alles nur "halbwarm" umsetzen lässt. Vielleicht würde sogar ich Peymann mögen, wäre er nach Hollywood gegangen (hmm, ja, das wäre weit genug weg von der Burg!) *smile*
Muss ja auch kein abendfüllendes Projekt sein das Du da machst, und auch nicht unbedingt ein Solo - vielleicht finden sich sogar hier noch ein paar Darsteller damit man das umsetzen kann. Zumal Du ja auch besten Zugang zu einer Profikamera und Studiomöglichkeiten hättest wenn Du sie denn noch hast?
............hmmmmmmmmmmmmmmm..........
ich sehe die verbindung von thematik die "seinerzeit" geschrieben wurde und "moderner" umsetzung nicht so eng. ich hab kein problem mit einem richard III. (um meinen shakesparschen lieblingsbösewicht zu nennen), der in einem umfeld der 30'er jahre agiert. (gabs sogar mal einen film... ein andrer ist baz luhrmann's "romeo und julia")aber das ist wahrscheinlich eine philosophische frage.
und klar hab ich noch zugang zu filmequipment...
